Schönheit und Glück im Karate
"Karate reicht nur für ein kleines Glück." "Die Schönheit im Karate liegt in der Zweckmäßigkeit der Techniken." Diese zwei Zitate meines geschätzten Senseis Risto Kiiskilä prägen seit vielen Jahren meinen Karate Do. Beließe man es bei diesen zwei Sätzen, könnte man ins Grübeln kommen, warum sich so viele Menschen tagein, tagaus mit unserer Kampfkunst (und anderen Kampfkünsten) beschäftigen - klingen die Worte nicht etwas trost- und glücklos? Setzt man sich dann noch mit der Budo-Philosophie, die die Grundlage der japanischen (im weiteren Sinne auch: der asiatischen) Kampfkünste ist, kommen doch insgeheim Gedanken auf, ob das Praktizieren der Künste nur dem Durchleben verschiedenster Entbehrungen, Leiden und Schmerzen dient, der Ich-Aufgabe und der aufopfernden Demut. Dass dies alles Aspekte sind, durch die Budoka gestärkt und mit einem der Vollendung entgegenstrebenden Charakter hervor gehen, ist unbestritten. Woher aber jahre- oder jahrzehntelang die Kraft nehmen...